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Essstörungen

 

“Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.”

- Niccolò Machiavelli -

Essstörungen haben in den letzten Jahrzehnten vor allem in den westlichen Industrienationen deutlich zugenommen. Am weitesten verbreitet sind die Magersucht (Anorexia Nervosa), die Ess-Brech-Sucht (Bulimia Nervosa), Essanfälle ohne Gegenmaßnahmen (Binge Eating Störung) sowie das von der Weltgesundheitsorganisation aktuell (noch) nicht als psychische Störung eingeordnete starke Übergewicht (Adipositas).

Gemeinsam ist allen Essstörungen, dass die normale auf Hunger und Sättigung beruhende Nahrungsaufnahme nicht mehr funktioniert. Das Essen und die Beschäftigung damit bestimmen meist den gesamten Alltag. Sie können zudem Funktionen der Emotionskontrolle übernehmen. So werden über eingeschränkte Kalorienaufnahme (sog. restriktives Essen) als auch über Essanfälle beispielsweise unangenehme Emotionen wie Wut, Traurigkeit, Minderwertigkeitsgefühle oder Einsamkeit reguliert. Häufig findet sich darüber hinaus eine gestörte Wahrnehmung des eigenen Körpers (Körperbildstörung).

Die Angst vor dem „zu dick werden“ führt dabei vielfach zu entsprechenden Gegenmaßnahmen (erneutes restriktives Essen/Diäten, Erbrechen, exzessiver Sport, Abführmittelmissbrauch), unter denen die Betroffenen ebenfalls massiv leiden können. So entsteht ein scheinbar unentrinnbarer Teufelskreis.

Die Verhaltenstherapie hat für alle Formen der Essstörung Verhaltensstrategien entwickelt, die helfen diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Zudem wird vertiefend am Körperbild gearbeitet und persönliche Einstellungen und Überzeugungen im Hinblick auf ihre Funktion im Rahmen der Essstörung beleuchtet. Häufig ist ebenfalls eine Beschäftigung mit den Themen „Kontrolle“ und „Abgrenzung“ angezeigt.