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Schmerz

 

“Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt, offenbart sie dessen Schönheit. Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und heilt es.”

- Thich Nhat Hanh -

Vor allem Rücken- und Kopfschmerzen gelten seit langem als wahre Volkskrankheiten. Besonders belastend für die Betroffenen ist häufig die Diagnose: „kein (ausreichender) körperlicher Befund“. Für Viele ist dies gleichbedeutend mit: „Sie bilden sich das ein“. Dies ist verständlicherweise in gleichem Maße ärgerlich und frustrierend. Diese Schlussfolgerung ist jedoch nicht zutreffend.

So erstaunlich, wie dies vielleicht klingen mag, zeigen aktuelle Studien tatsächlich zunehmend, dass es nur einen sehr schwachen Zusammenhang zwischen dem Ausmaß körperlichen Schadens und den empfundenen Schmerzen gibt. Das heißt natürlich nicht, dass der körperliche Zustand egal ist, aber eben auch nicht alleine ausschlaggebend für die Stärke der Schmerzen. Wie stark der Schmerz gefühlt wird, ist nach aktuellem Kenntnisstand abhängig von einem komplexen Zusammenspiel zwischen körperlichem Zustand und mentalen und sozialen Faktoren.

Diese Erkenntnis nutzt die Verhaltenstherapie, denn das bedeutet: Wenn die körperlichen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, gibt es noch Spielraum im Schmerzempfinden, der durch mentale und soziale Strategien ausgenutzt werden kann, um die Lebensqualität von Schmerzpatienten deutlich zu steigern.